Die Gemeinde Lassahn

Die Gemeinde Lassahn ist am Ostufer des Schaalsees gelegen und umfasst neben dem Dorf Lassahn die Ortsteile Techin, Stintenburg, Stintenburger Hütte, Bernstorff und Hakendorf.

Die Gemeinde wird erstmals 1230 im Ratzeburger Zentralregister erwähnt und war seither fortlaufend bewohnt. Der Gasthof in Lassahn wurde erstmals 1735 erwähnt und war lange Zeit gleichzeitig Dorfschmiede, Poststation und Laden.

Lassahn Seeblick Grundstück aus der Luft von einem Kranwagen 2007 aufgenommen.

 

Seine Lage in unmittelbarer Nachbarschaft der bereits 1200 erwähnten St. Abunduskirche ist ungewöhnlich, die Seeblick Terrasse ist einzigartig. Zur Zeit der Nationalsozialistischen Herrschaft war das nahegelegene mit der Eisenbahnlinie angebundene Zarrentin und der Schaalsee als große Wasserfläche von strategischer Bedeutung. Noch heute kann man in der Nähe von Bantin die Reste der großen Tanklager aus der Zeit des zweiten Weltkriegs erkennen.

Nach der Deutschen Niederlage wurde Lassahn, das traditionell immer zu Ratzeburg gehört hatte, im Rahmen eines Gebietstusches von der Englischen zur Russischen Besatzungszone zugeordnet, was mit einer hastigen Umsiedelung von Bewohnern nach Westen und Neubesiedelung verbunden war. In den Jahren der DDR entwickelte sich Lassahn weiter.

Die Umstrukturierung der Landwirtschaft zu großen Betrieben und die unmittelbar im Gemeindegebiet verlaufende Grenze am See prägten das Ortsbild. Die Einrichtungen der Grenztruppen, die im Laufe der Jahre immer weiter befestigten Grenzanlagen sind noch heute an vielen Stellen gut sichtbar.

Der 24 Quadratkilometer große Schaalsee war den Bewohnern der Gemeinde Lassahn in diesen Jahren praktisch nicht zugänglich. Die ehemalig undurchlässige Grenze zwischen Ost und West verlief inmitten des Schaalsees. Erst die Wende 1980 hat dies geändert und den See zu einem Erholungsgebiet mit wachsender regionaler Beleibtheit gemacht, was das Bild Lassahns erneut stark verändert hat. Lassahn liegt inmitten des UNESCO-Biosphären-Reservats Schaalee.

St Abunduskirche Lassahn

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Seeblick Lassahn befindet sich die St. Abunduskirche von Lassahn

 

Bereits in den 60er Jahre war die Westseite des Schaalsees als Naturpark „Lauenburgische Seen“ unter Schutz gestellt worden. Unmittelbar nach dem Fall der Mauer, noch vor der Wende, wurde auch die Ostseite von der damaligen DDR-Regierung unter Schutz gestellt und im Jahre 2000 wurde das Biosphärenreservat in die Liste der internationalen UNESCO-Schutzgebiete aufgenommen.

Seit Juni 2004 ist die Gemeinde Lassahn organisatorisch Teil von Zarrentin. Lassahn heute ist eine Gemeinde, die sich über die Generationen immer weiter entwickelt, in der Alteingesessene und Zugezogene bunt gemischt leben. Es gibt mehrere Gewerbetreibende in der Gemeinde Fischer, Kunstschlosser, Händler und ein Leben mit Feuerwehr, Dorfverein und Gastronomie. Neben dem Brückenhaus auf dem Weg zur Stintenburger Insel nun auch wieder dem Gast hof Seeblick auf der Anhöhe von Lassahn mit Blick auf den Schaalsee und die Stintenburger Halbinsel.

Seit Mai 2012 hat die Gemeinde eine neue Attraktion: Der Seeblick Pavilion. Von seinem Aussichtspunkt hat man eine einzigartige Sicht von Süd-West nach Nord-Nord-West auf den Schaalsee und das Biosphären-Reservat.

Seeblick Lassahn Schaalsee Biosphären Reservat Schaalsee

Süd-West bis Nord-West-Panorama auf der Panorama Treppe des Seeblick Lassahn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.